Wüstes Stück/Oberer Kittel

Den Gaibergern werden bis heute die immensen Kosten, die durch das Baugebiet entstehen können, verschwiegen. So müssen aufgrund höchst problematischer Wasserverhältnisse gemäß Plan unter den Straßen des Gebiets große Hohlraumkörper für die Aufnahme von Oberflächenwässern geschaffen werden. Die Straßendecken müssen deswegen kostspielig in überdimensionierter Stärke ausgeführt werden. Häuser müssen ggf. teils auf Wannen oder Stelzen gebaut werden, jeder Bauherr muss Rückhaltevolumen schaffen. Die bestehenden Wohngebiete unterhalb des Gebiets müssen zusätzliche Wasserproblematiken (volllaufende Keller) wegen des Neubaugebiets befürchten. Die Kosten für all dies sind nie auch nur annähernd berechnet worden, bevor der Gaiberger Gemeinderat den Bebauungsplan beschlossen hat.

  • Zusätzliche Kosten werden durch Maßnahmen zum Lärmschutz an der Kreisstraße K 4161 entstehen, z.B. durch Lärmschutzmaßnahmen.
  • Eine Lärmschutzeinrichtung an dieser exponierten Stelle des Ortseingangs nimmt dem Gaiberger Erscheinungsbild ein Stück Identität und Unverwechselbarkeit.
  • Grundstücke hinter einer Lärmschutzeinrichtung haben eingeschränkte Vermarktungschancen und erfordern von einem Käufer zudem die Inkaufnahme der Standortnachteile Gaibergs. Auch für junge Familien sind solche Grundstücke mit Blick auf Werterhalt weniger interessant. Sie werden Probleme bekommen, solche Liegenschaften verlustfrei weiter zu veräußern – auch an junge Familien späterer Generationen. Wegen der niedrigen Geburtenrate von 1,57 Kindern je Frau fällt jede Generation um ein Drittel kleiner aus als die ihrer Eltern. (Statistisches Bundesamt Bevölkerung Deutschlands bis 2060). Spätere Generationen werden ein noch breiteres und attraktiveres Immobilienangebot vorfinden.
    Finanzierende Banken berücksichtigen Risiken einer möglichen Verwertung von Beleihungsobjekten.
  • Bei einem Teil der Schwäbisch Hall Wiesen handelt es sich um eine Wasserklinge, ein Regenabflussgebiet des Königstuhls, das bei Starkregen zu Problemen führt.

    Seit jeher bleibt auf der Wiese nach starkem Regen das Wasser auf der Oberfläche stehen. Die mangelnde Versickerungsfähigkeit hat in der Vergangenheit bei tiefergelegenen Gründstücken bereits zu Problemem geführt. Aus diesem Grunde hat die Gemeinde Gaiberg nicht nur den Hauptwasserlauf oberhalb der Panoramastraße gefasst und verdold, sondern auch neben dem Grundstück Flst.-Nr. 2404 eine Wasserrinne anlegen lassen, um das sich dort sammelnde und stauende Oberflächenwasser zu kanalisieren.
    Wegen der erhöhten Wassermenge kann die Bauweise der Fundamente und Keller aufwendig und somit kostenintensiv werden. Mangelnde Tragfähigkeit des Baugrundes machte beim Anwesen Bergstraße 19 eine aufwendige Pfahlgründung nötig.
  • Ein Grundstücksverkäufer muss, um einer Haftung und somit Schadensersatzansprüchen zu entgehen, einem Käufer diesen Mangel anzeigen.
  • Offen ist, ob durch die Erschließung eines neuen Baugebietes die bestehende Kanalisation überfordert wird, da schon jetzt der Weihwiesenbach als sogenannter Vorfluter für die Abwässer der Gemeinde seine Belastungsgrenze erreicht hat.


    Von der Gemeinde Gaiberg direkt oder indirekt zu tragende Kosten zum Anschluss eines zusätzlichen Wohngebietes sind den Erschließungskosten zuzurechnen.

 

Home                        oben                        zurück                         weiter